Wings For Life Run 2020

Diesmal erzählt euch Tina von einem ihrer Projekte im Jahr 2020, das sie geschickt in den Wings For Life Run integriert hat. Also den Lauf, der schon ein virtueller App-Lauf war, bevor virtuelle Läufe überhaupt ein Ding wurden…

Am 3. Mai 2020 war es wieder soweit: Der Wings for Life Run stand an! Ich mag diesen Lauf sehr gerne. Zum einen, weil er einem guten Zweck dient und 100 % der Startgelder der Rückenmarksforschung zu Gute kommen. Aber auch, weil es sich um ein weltweites Event handelt, bei dem alle Läufer zur gleichen Zeit starten. Das vermittelt ein tolles Gemeinschaftsgefühl und macht diesen Lauf zu einem ganz besonderen Event.

Eigentlich wollte ich dieses Jahr an einem Flagship Run teilnehmen, um mich von einem echten Catcher Car jagen zu lassen. Aber dann kam Corona und wie so viele andere Läufe musste auch dieser abgesagt werden. Aber das ist das wunderbare am Wings for Life Run: Du kannst überall starten und egal wo deine Strecke dich langführt, du bist über die App live dabei! Das hatte 2019 auch schon wunderbar geklappt.

Also versammelten sich einige (wenige) Wechselzonis wie auch letztes Jahr auf dem Tempelhofer Feld, um gemeinsam an den Start zu gehen. Die einen nutzten den Lauf für ihren Longrun und andere testeten aus wie weit sie in der gegeben Zeit kommen würden. Ich persönlich versuchte bei dem Lauf meine Halbmarathon Bestzeit zu knacken.

Die Laufgruppe lässt einen mit seinen Zielen nie allein und es finden sich immer Leute, die einen tatkräftig unterstützen: zu Fuß, auf dem Rad und mit Wasser!

Um 13 Uhr fiel der Startschuss. Ist schon witzig, dass man fast genauso aufgeregt und hibbelig ist, als würde man an einer echten Startlinie stehen. Wir hatten tolles Frühlingswetter abgepasst und es war auch nicht ganz so furchtbar windig, wie man es sonst vom Flugplatz kennt. Während die eine Gruppe im Uhrzeigersinn startete, ging es für andere in entgegengesetzter Richtung ums Feld. So konnte man sich Runde um Rund ein Lächeln schenken und motivieren. Gleichzeitig wurde man aber auch von völlig fremden Läufern angefeuert, die einen an der Startnummer oder am Eventshirt erkannten. Das gibt einem noch mal einen ordentlichen Kick, wenn man sonst schon befürchtet, dass die Beine einen nicht mehr tragen wollen. Und so hieß es für mich, Zähne zusammenbeißen und das Beste geben.

Ziemlich schnell war ich mit meiner Laufbegleitung Angie im Gleichschritt. Es fühlte sich großartig an! Von unserer letzten Runde kann ich das wahrlich nicht mehr sagen, aber wir haben uns gegenseitig bis zur gedanklichen Ziellinie bei Kilometer 21.1 gezogen. Und ich war mit Blick auf die Uhr richtig glücklich und unglaublich geplättet zugleich.

Aber das Catcher Car hatte uns noch lange nicht! Und so ging es für uns noch ein paar Kilometer trabend und zum Ende hin sogar spazierend weiter, bis das Handy verkündete, dass wir vom Catcher Car eingeholt wurden. Der Wings for Life Run war geschafft! Nach und nach trudelten auch die anderen aus der Gruppe am vereinbarten Treffpunkt ein. Und zum krönenden Abschluss für diesen sportlichen Sonntag gab es für unsere Starter eine schöne selbstgefertigte Medaille von der lieben Tanja, die uns auf unseren Runden ordentlich angefeuert und uns die Wasserflaschen bereitgehalten hat.

Hauptsache happy im Ziel

Dieses Jahr findet der Wings for Life Run übrigens am 09. Mai statt. Also meldet euch an und geht mit uns gemeinsam, von wo auch immer, am Sonntag um 13 Uhr für die gute Sache an den Start!

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