Unser alljährlicher Frostwiesenlauf

Wie sagt man so schön, täglich grüßt das Murmeltier. Bei uns in der Laufgruppe heißt es jährlich grüßt der Frostwiesenlauf. Denn seit 2017 zieht es jährlich etliche Läuferinnen und Läufer unserer Laufgruppe in den idyllischen Spreewald nach Burg zum Frostwiesenlauf.

Diesen traditionell ersten Wettkampf des Jahres, der eigentlich gar kein richtiger Wettkampf ist, muss einfach jeder mal gelaufen sein. Denn hier geht es einfach nur ums Spaß haben, die Natur genießen, sich an den reichhaltigen Verpflegungspunkten den Bauch mit Gurken und Schmalzstullen vollstopfen und natürlich auch ums Laufen. Wahlweise kann man 5, 10, 20 oder sogar 30 km laufen und lernt dabei den Spreewald auf eine ganz neue Art und Weise kennen, auch wenn der Lauf mit Ausnahme von 2018 eher den Namen „Matschwiesenlauf“ verdient hätte.

Aber fangen wir von vorne an. Die erste Devise, die jedes Jahr beim Frostwiesenlauf gilt ist, zeitiges Kommen sichert gute Plätze, denn sowohl die Anreise (nur mit dem Auto möglich), als auch der Start bieten einige Tücken. Denn wer nicht rechtzeitig die Anreise plant, steht schon mal auf den engen Straßen auf dem Weg zum Parkplatz im Stau und verpasst vielleicht sogar den Startschuss! Ist man aber rechtzeitig angekommen, heißt es schnell ins Büro die Startunterlagen holen und die Change nutzen auf die Toilette zu gehen, denn den Toilettengang kurz vor den Start zu legen, ist wie bei den meisten Laufveranstaltungen, eher nicht die beste Entscheidung, die Schlagen gehen gefühlt durch den ganzen Spreewald. Hier frage ich mich immer, ob die Leute, die solche Veranstaltungen planen wissen, dass mind. jeder 2. Läufer kurz vor dem Start nochmal den obligatorischen letzten Gang auf die Toilette wagt. Aber das ist auch eine andere Geschichte.

Kurz vorm Betreten des Startbereiches gibt es dann das alljährliche Gruppenfoto und dann heißt es auch schon, ab zur Startlinie. Und hier gibt es meistens die nächste Überraschung, denn jedes Jahr aufs Neue, stehen beim Frostwiesenlauf etliche Walker mit ihren Stöckern ausgerechnet ganz vorne. Zum Leid derer, die hier schnell laufen wollen. Aber nach einem kurzen Vorbeischlängeln durch den Matsch am Wegesrand, sieht die Welt gleich wieder anders aus. : )

Es folgt ein wunderschöner Lauf, über Wiesen, Felder, Deiche, Stock und Stein, vorbei an Kühen, Schafen und einer wunderschönen Natur, die den Ausflug aus der Großstadt Berlin definitiv belohnt. Und wer glaubt, dass es an den Verpflegungspunkten nur Wasser und Tee gibt, der sollte definitiv sein eigenes Urteil fällen. Hier gibt es alles, was der Läufermagen mag. Wer also nicht anhält und durchläuft, der ist selbst dran schuld. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass manch ein Läufer nach dem Lauf eine paar Gramm mehr auf der Waage hat, als vorher. Im Ziel angekommen, gibt es dann die wunderschöne Frostwiesenlauf-Medaille und für die, die auf der Strecke noch nicht genug Verpflegung bekommen haben, das gewohnte Ziel-Bier oder auch einen Ziel-Glühwein und ein weiteres reichhaltiges Buffet, das keine Wünsche offen lässt.

Wer noch nicht beim Frostwiesenlauf war, sollte sich also nächstes Jahr unbedingt mal anmelden, denn es gibt nichts besseres, als mit dem Frostwiesenlauf in ein neues Laufjahr zu starten.

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