Schlossinsellauf Lübben 2019

Wer mich kennt der weiß: 

Es gibt keine Temperatur, die mir zu heiß ist. Ab 30 Grad laufe ich meine besten Zeiten. Ich bin ein Sonnenmensch und liebe sie. Ohne meine liebe Sonne, wäre ich nicht ich. An diesem Wochenende war die Sonne auf jeden Fall dabei. Es war, um es einfach mal so zu schreiben:

Wirklich absolut heiß!

Wir (meine bessere Hälfte und ich) machten uns am Morgen (natürlich mit meinem Kaffee in der Hand) auf dem Weg zur Schlossinsel nach Lübben. Auf der einstündigen Fahrt dachte ich mir: Warum zum Henker bin ich schon wieder so früh an einem Sonntag auf den Beinen und nicht mehr im Bett? 😀

Dafür gab es nur eine logische Begründung: 

Die Laufgruppe hatte gerufen! Genauer gesagt, hatte Angie gerufen, am Donnerstag über einen Post in unserer Facebook-Gruppe und so einige Wechselzonies hatten sich spontan zum Lauf angemeldet. Natürlich bin ich dann sonntags mitten in der Nacht mit dabei. 

Als wir ankamen merken wir schnell: Die Sonnencreme wird unser zweiter Freund. Das Wasser aber hat Priorität Nummer eins heute. Es war schön muckelig warm, wie ich zu sagen pflege. 

Am vereinbarten Treffpunkt angekommen, waren schon viele unser Läufer/innen vor Ort. Viele Mile High Läufer/innen und einige der Running Society waren auch dabei. Wie immer hielt die Läuferszene zusammen. Wir suchten uns einen schattigen Platz für die Rucksäcke und Taschen, die jeder mitgebracht hatte. So stellten wir sicher, dass nur eine Person nötig war, um darauf aufzupassen.Sogar ein wunderbares Cheering Team war vor Ort. Marleens Oma war mitgekommen. Es war schön, dass sie dabei war. Natürlich war auch unser VIP Presse Fotograf Frank dabei. Ohne ihn hätten wir oftmals keine so schönen Fotos. Melli‘s Eltern waren ebenfalls mit und machten sich auf die Walking Strecke. Es wurde unser Gruppenfoto auf der schönen Wiese vor dem Schloss Lübben gemacht. Nach gefühlten 30 Minuten eincremen, quatschen, trinken und dreimal aufs Klo gehen, ging es dann auch los. 

Ina und ich hatten beschlossen den Spaß zusammen durchzuziehen! Also gesagt und dann natürlich auch getan. 

Der Halbmarathon ist eine meiner Lieblingsdisziplinen. Länger als schnelle 10km aber nicht übermäßig lang wie ein Marathon. Kurz nach dem Start, gleich vorn an der Kurve im Schatten hatte sich unser Fotograf positioniert. Er protokollierte: Vorweg waren eindeutig Michael, Angie und Flo unterwegs. Die Flitzer waren schneller weg als man zählen konnte. Nach und nach waren alle anderen ihnen auf den Fersen. Lucas und Melli liefen zusammen. Andreja wurde von Arne begleitet. Wir schafften es wie immer kleine Gruppen zu bilden. Brav haben alle an das Zahnpasta-Werbung-Lächeln beim Fotopunkt gedacht, 😉

Die ersten 10 Kilometer liefen super. Die Strecke haben wir zum Glück auch gefunden. Es gab die Möglichkeit einer 10km oder 21km Runde. Da ich mit Ina unterwegs war, machte ich mir darum keine Gedanken, die falsche Abbiegung zu nehmen. Nach ca. der Hälfte der Strecke beschloss ich (und das ist eine super mega riesengroße Ausnahme!), das schöne Laufgruppen-Top auszuziehen und im Sport BH weiter zu laufen. Selbst mir war es zwischen den Feldern zu heiß, um das Top weiter anzulassen. Das war, solange ich denken, kann der einzige Lauf, bei dem das für mich nötig war! Auch Ina machte mit und so liefen wir beide, mit etwas mehr Luft am Körper unsere Runde weiter. Irgendwann im Laufe des Events, war Andreas zu uns aufgeschlossen (keine Ahnung wann) und wir liefen den Rest zu dritt weiter.

Das Beste waren die Stationen zwischendurch, an denen es Schwämme mit kaltem Wasser getränkt gab. Überall wo man ansatzweise daran kam, habe ich zugeschlagen und mir zwei geschnappt. Genauso natürlich mit dem Wasser zum Trinken. Diejenige die ans Wasser kam, hat für die andere mitgenommen. 

Auf einem Teil der Strecke, lief man sozusagen dem Strom entgegen. Und wie der Zufall es so will: Perfektes Timing zum Abklatschen mit Andreja. Es ist immer schön, Strecken zu haben, bei denen man sich zwischendurch begegnen kann, egal welches Tempo jeder läuft. Bekannte Gesichter sind so oder so ein Motivationsschub nach vorn! 

Die letzten Kilometer hieß es teilweise wirklich nochmal die Beine in die Hand nehmen und dem Schweinehund den Finger zeigen. Durch die Hitze merkte man, dass viele andere Läufer einen Schritt rausnehmen mussten oder auch kurz zu Fuß gehen. Da passt man dann umso mehr auf sich selbst (und die Mitläuferin) auf. Aber auch Ina hat das Ding knallhart mit mir durchgezogen. 

Beim Zieleinlauf wurden alle von denen die schon dort waren angefeuert. Das gab einem für die letzte 90 Grad Kurve nochmal einen richtigen Schwung. Auch hier war unser Fotograf gleich wieder parat. Viele von uns hatten stark zu kämpfen mit der Wärme und haben den Kampf mit Bravour gewonnen.

Im Ziel gab es leckeres Essen, literweise Wasser und andere kalte und warme (warum auch immer?!) Getränke und die wohlverdiente Medaille und Urkunde. Der erste Weg danach war für viele: Ab in den Schatten, zu den Taschen, auf die Wiese und alle viere von sich Strecken. Das Anfeuern von denen, die ins Ziel kamen, hat trotzdem niemand vergessen. Dafür liebe ich unsere Gruppe. Bei allen Events halten wir zusammen und feuern alle an. Jeder ist für jeden da. <3

Ich danke dir, Ina, für diesen wunderbaren Lauf. 

Danke, dass du bei so verrücktem Lorena Wetter mit mir mitziehst! 

Es war einfach ein klasse Event! 

Danke Angie für den Vorschlag ein Event für die LWZ daraus zu machen.

Für Angie war es sogar ein ganz besonderer Lauf. Sie hatte anhand der Ergebnisliste vom Vorjahr gesehen, dass eine Platzierung möglich sein könnte. Aus diesem Grund flitzte sie mit Michael und Flo los, sie hatte schon gute Erfahrungen gemacht mit einem Pacer-Duo. Allerdings hatte sie mit der Wärme ordentlich zu kämpfen und so ließen sie und Michael Flo ziehen, der super drauf war. Mit Michael zusammen, immer mindestens zwei Schwämmen hinten im T-Shirt und einigen Gehpausen reichte es am Ende zwar nicht zur neuen Bestzeit, aber dennoch zu Platz 2 der Frauen gesamt. Neben der Medaille und der Urkunde, gab es für Angie also noch einen Rewe-Eimer mit so einigen Leckereien (und Ketchup), die sie bereitwillig mit ihren Mitläufer/innen teilte.

Am Ende, als alle glücklich ihre Urkunden und Medaillen hatten, kamen einige auf die Idee: 
Jetzt wo wir schon mal hier sind, kann man ja auch zur Abkühlung noch ein bisschen bleiben. Eine kleine Gruppe von der LWZ machte sich dann auf zur Spreelagune und ging Tatsache eine Runde ins kühle Nass. Und ich sage euch: Nach gefühlten 40 Grad draußen beim Laufen, war es echt a..kalt! Aber auch hier hieß es: Gesagt getan!

Es war ein wunderbarer Abschluss, eines schönen Tages mit unserer Crew! Ich glaube da wird eine Wiederholung nicht lange auf sich warten lassen. 

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