Ljubljana Marathon 2019 oder Laufgruppe Wechselzone auf Klassenfahrt (Teil 2)

Gänsehaut

Jeder, der beim Ljubljana Marathon bereits mitgelaufen ist, weiß, dass die Band The Stroj ein fester Bestandteil des Events ist. Die slowenische Trommler-Band steht auf einer Bühne direkt über der Startlinie und sorgt dafür, dass die Läufer gut gelaunt und voller Adrenalin loslaufen (ein Video davon aus einem anderen Jahr findet ihr hier: Startimpressionen aus Ljubljana(Anmerkung Angie: Es ist wirklich genial, Gänsehaut-Feeling pur, Patrick und ich waren auf jeden Fall begeistert.)

Inga und Marita konnten als Erste die Erfahrung machen. Ursprünglich wollten beide am Halbmarathon teilnehmen, aber die Gesundheit geht vor, und so standen sie um 8.30 Uhr am Start des 10k Laufes. Die Sonne hat sich am Start zwar noch versteckt, aber die beiden konnten den Lauf trotzdem genießen und sich über ihre Medaillen freuen. (Und waren quasi schon zurück, bevor die Halb-/Marathonis richtig mit dem Frühstück fertig waren.)

Kurz danach haben wir uns im Start-/Zielbereich alle nochmal getroffen – wir konnten doch schließlich nicht ohne das obligatorische Gruppenfoto an den Start gehen, oder? Da konnte man bei einigen bereits die Aufregung spüren und am liebsten wären wir gleich losgelaufen. 

Können wir jetzt endlich los? 

Die Marathonis und Halbmarathonis sind gemeinsam um 10.30 Uhr gestartet. Schließlich teilten sie sich auch die ersten 20km der Strecke.  Die Stimmung auf und an der Strecke war toll, aber es wurde immer sonniger und wärmer. 

Ich habe gleich nach dem Start den Rest der Gruppe verloren, aber hatte trotzdem ein Lachen im Gesicht. Ich bin ja auf meiner Heimstrecke gelaufen, aber da ich zu der Zeit bereits über zwei Jahre in Berlin gelebt habe, konnte ich die mir bereits bekannten Straßen wieder aufs Neue entdecken. Und dabei sogar einige „alte“ Freunde an der Strecke abklatschen. So verging die erste Hälfte des Laufes wie im Fluge. Danach machte sich die Sonne und die ungewohnte Hitze doch bemerkbar. Habe ich bereits erwähnt, dass es der wärmste Ljubljana Marathon in der Geschichte war? Und so musste ich auf der zweiten Hälfte ab und zu kurze Gehpause einlegen. Im Hinterkopf aber trotzdem immer den Gedanken, dass ich nicht zu viel Zeit auf der Strecke verbringen darf. Ich wollte nämlich im Ziel sein, wenn Michael seinen Marathon finisht. Da er im Gegensatz zu mir sehr weit vorne gestartet ist und damit ein paar Minuten Vorsprung hatte (und er ja außerdem eine neue Bestzeit unter drei Stunden laufen wollte), musste ich mich ein bisschen beeilen.

Auch einige andere hatten an dem Tag zu kämpfen. Lorena mit schlimmen Kopfschmerzen und Angelina mit einem schmerzenden Knie. Sie musste sogar ihren Plan den Marathon zu laufen spontan umändern und ist ins Ziel des Halbmarathons spaziert. (Anmerkung Angie: Eher gehumpelt! Lächelnd. Heulen hätte schließlich auch niemandem mehr geholfen, aber das ist eine ganz eigene Geschichte.)

Aber die meisten sind zum Glück glücklich ins Ziel des Halbmarathons angekommen. Danach haben wir nur noch gespannt auf die zwei Marathonis, Michael und Patrick, gewartet.

Michael ist als erster vorbeigeflitzt und hat überglücklich (und überkaputt) den Marathon in neuer Bestzeit von 2:53h beendet. In der Gesamtwertung bedeutete das sogar den 39. Platz unter allen Männern, die den Marathon gefinisht haben. Patrick musste auf der Strecke zwar auch ein bisschen kämpfen, aber durch die Begleitung von Michael (ja, man kann einfach noch mal durchs Ziel rennen) und Tanja auf den letzten Metern, hatte auch er beim Zieleinlauf ein Lachen im Gesicht.

Kuchen, Burger, Bier… 

Relativ schnell nach dem Lauf haben wir Tanja und Patrick verabschiedet, da sie sich bereits auf den Weg zurück nach Berlin gemacht haben. Mit dem Bus! Und der Rest? Wir mussten erstmal unsere Energiespeicher wieder auffüllen. Und wir haben uns nicht zurückgehalten. Wir haben unzählige Sorten von Kuchen probiert und auch die Burger (für manche vegan) und Pommes haben geschmeckt. Am Abend haben wir noch mit einem Bier angestoßen (oder vielleicht zwei?), glücklich den Tag Revue passieren lassen und stolz unsere Medaillen getragen.

Der Tag danach

Die Medaillen haben wir auch zum Frühstuck am nächsten Morgen mitgenommen. Und auch unser Appetit hat uns bis dahin noch nicht verlassen. Das französische Frühstück war nämlich so lecker! So konnten Michael und ich gleich danach zufrieden (und vor allem satt) zurück nach Berlin fahren. Die restlichen Wechselzonies haben sich im Anschluss noch auf Drachen-Suche durch Ljubljana begeben und sind am Nachmittag oder die Tage drauf genauso zufrieden und mit vielen neuen Eindrücken nach Hause geflogen.

Breakfast for Champions

Wir erinnern uns gern an dieses wundervolle Wochenende und hoffen, dass wir in der (näheren) Zukunft wieder gemeinsam verreisen können.  Na, wer würde mitkommen? 

P.S. Danke an Frank für die ganzen Fotos! Er ist an diesem Tag bestimmt auch einen Halbmarathon gelaufen, nur um uns auf verschiedensten Abschnitten der Strecke zu fotografieren.

Danke, Frank! Für die schönen Erinnerungen in Form von Fotos und für deinen Support.

Und hier geht es zum Anfang von Andrejas Bericht, falls du den aus irgendeinem Grund noch nicht gelesen hast: Ljubljana Marathon 2019 Teil 1.

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