HeatBerlin24 – 2020

Wo soll man anfangen dieses wunderbare Event zu beschreiben? … Nach dreißig Mal hin und her überlegen und ändern des Textes, habe ich mich dazu entschieden damit zu beginnen:

Dieses Event ist einfach der Oberhammer! Es macht süchtig und man möchte auf jeden Fall immer mehr davon!

Das Event HeatBerlin24-2020 war anfangs eine große Herausforderung für die Gruppe an Personen, die die Organisation übernommen haben. Corona hat einfach sehr viele Striche durch die Rechnung / Orga gemacht. Niemand hat aufgegeben und alle sind dabei geblieben. Es stand niemals zur Debatte aufzugeben! 

Wie der wunderbare Kopf des ganzen Events namens Nasti sagte: „ (…) wenn du glaubst es geht nicht mehr, dann kommt von irgendwo eine Ohrfeige her!“  XD

Es nützte alles nichts. Es hieß alles umplanen, sodass das Event stattfinden kann. Und wie man es von der wunderbaren Orga-Crew hinter diesem Event kennt: Es wurde alles möglich gemacht, damit vor allem dieses Event nicht ein Event wird, welches Corona zum Opfer fällt. 

Alle Empfehlungen und Regeln wurden herausgearbeitet und galten als Credo. Dieses Event sollte und durfte nicht mit einem negativen Touch belegt werden.  

Es ging und geht jederzeit um sehr viel: Es geht um diejenigen, die in dieser Stadt oftmals übersehen werden. Und leider gibt es zu viele von ihnen in dieser Stadt. Obdachlose haben kein Zuhause. Aber es gibt Menschen und Einrichtungen, die Ihnen helfen zu überleben. Gemeinnützige Einrichtungen, wie zum Beispiel die Kältehilfe der Berliner Stadtmission, die mit ihren Kältebussen den gesamten Winter unterwegs sind, um Obdachlose zu versorgen. 

Es galt auch dieses Jahr für genau diese Einrichtungen möglichst viel Geld und Sachspenden zu sammeln. Nachdem 2019 ein riesen Debüt-Erfolg mit insgesamt 16.000 Euro war, war allen klar: Dieses wollen wir toppen! 

Man konnte dieses Jahr sowohl vor Ort in der Staffel laufen, als auch von überall aus starten! Der HeatBerlin24 Virtuell war geboren! So wurden einfach unfassbar viele Kilometer gesammelt!

Die Staffel vor Ort wurde und musste eingeschränkt werden. Viele der Läufer/innen, die sich für die Staffel gemeldet hatten, konnten sozusagen nur von zu Hause aus mitlaufen oder nur eine Runde vor Ort. Aber alles ist bekanntlich besser als gar nicht laufen. Von der Basis aus (KVL House – Spichernstraße) ging die Staffel auf die verschiedenen Runden, um das Kleeblatt auch dieses Jahr zu vervollständigen. Maximal drei Personen aus drei Haushalten durften pro Runde zusammenlaufen. Danach wurde der Plan eingetaktet und die Schichten eingeteilt. Es funktionierte hervorragend. Obwohl hier und da jemand ausfiel, haben wir es problemlos geschafft die Staffel 24 Stunden durchlaufen zu lassen. Man musste eher schauen, dass die Personenzahlen im erlaubten Rahmen blieben und entsprechend aufgeteilt waren. Da kamen insgesamt einige Glücks-Lauf-Kleeblätter zusammen : ) 

Es war einfach unfassbar, wie gut alles geklappt hat. Jeder wusste genau, wann er vor Ort sein musste, was zu tun war und wann sie/er laufen musste. Es ist einfach spitzenklasse, dass man weiß, dass man sich auf die Läufer/innen verlassen kann. In diesem Sinne bedanke ich mich natürlich als Erstes bei unserer Crew der LWZ, aber auch bei allen anderen Personen, die dieses Event vor Ort mitgestaltet haben! 

Im Laufe des Tages wurde allen Organisatoren klar: Dieses Event sprengt alle Dimensionen, die man sich vorher auch nur erträumt hatte. 

Das Team des HeatBerlin24 mit KVL Cares, Mile High Berlin, MorningRun Berlin und unserer Laufgruppe Wechselzone konnte es nicht fassen. Sowohl die große Menge an Sachspenden, die im Laufe der 24h gesammelt wurden, als auch die insgesamt gelaufenen Kilometer und erst recht die unfassbar mega riesengroße Summe an Spendengeldern konnte keiner so recht begreifen! 
Da war die Frage am Tag danach von Nasti nur berechtigt: 

„Ey sagt mal nur mal so als Frage: War das gestern alles echt oder äähhhh… ein Traum?! Haben wir wirklich in 24 Stunden diese geile Dingen auf die Beine gestellt… ?„ 

Man musste dieses unfassbare Event sacken lassen! Desto länger man darüber nachgedacht hat und desto mehr Nächte auch ich darüber schlafen konnte, desto unbeschreiblicher wurde es! Als Teil des Orga Teams bin ich unfassbar dankbar, dass ich dieses Event mitbegleiten durfte. 

Als Coach der Laufgruppe bin ich sehr dankbar über alle Läufer/innen in unserer Crew, die uns immer wieder bei Events unterstützen, uns folgen und aus den Läufen ein schönes erfolgreiches Erlebnis machen. Ohne euch wäre auch dieses Event so in der Art nicht möglich gewesen! Vielen lieben Dank <3

Als „Hobbyläuferin“ (die ich wirklich bin!) sage ich zu mir selbst: „Ohne Flacks: Was du da geschafft hast, ist einfach mal super klasse!“

Ich bin bei diesem Event ohne vorheriges entsprechendes Training, einen Marathon am Stück gelaufen, durch die Nacht Berlins. ; ) Da kam so ein ganz bisschen das Phänomen der Nachteule zum Vorschein… Und unter Umständen hilft dabei auch der Lippische Dickschädel. *lach* Und in den ganzen 24 Stunden sogar meinen ersten Ultralauf! 

Das ist noch immer nicht so recht greifbar. Aber dazu kann ich nur sagen:

Ich laufe, wenn ich etwas Gutes damit bezwecken kann! Der HeatBerlin24 verleiht einem Flügel!

Anstelle der sonstigen Fotos bekommt ihr dieses Mal das wunderbare After-Movie von Marc Brunne von diesem fantastischen Ereignis. 🙂

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